Klimaschutzmanager Dr. Viktor Klein, die Wissenschaftlerin Dr. Acacia Malhado und die Touristikerin Sandra Wenz nach dem ersten Projektgespräch in Birkenfeld

Klimaschutzmanager Dr. Viktor Klein, die Wissenschaftlerin Dr. Acacia Malhado und die Touristikerin Sandra Wenz nach dem ersten Projektgespräch in Birkenfeld

Forschungszuschuss zur Analyse des Birkenfelder RadLust-Projekts

Die Hochschule für Technik und Wirtschaft des Saarlands (htw saar) hat einem Antrag des Tourismus-Studiengangs ihrer wirtschaftswissenschaftlichen Fakultät im Rahmen der hochschulinternen Initialförderung stattgegeben. Sie genehmigt und fördert ein Forschungsvorhaben, in dessen Mittelpunkt das Birkenfelder RadLust-Projekt stehen wird. Die Hochschule trägt ca. 90 % der Kosten des Vorhabens

Unter der wissenschaftlichen Leitung von Prof. Dr. Kerstin Heuwinkel und Prof. Dr. Achim Schröder, wird Dr. Acacia Malhado im Verlauf des kommenden Jahres in dem ProBir-Rad getauften Vorhaben die Entwicklung der nachhaltigen Mobilität und des Radtourismus in der VG-Birkenfeld evaluieren, die laufenden Projektschritte untersuchen und Handlungsempfehlungen für die weitere Planung erarbeiten. Dabei wird Malhado eng mit der Touristikerin Sandra Wenz und dem Klimaschutzmanager Dr. Viktor Klein zusammenarbeiten. Am Montag, 11.11.2019 trafen sich die beiden VG Mitarbeiter mit Malhado zu einem ersten Projektgespräch. Die Wissenschaftlerin konnte sich anschließend bei einer Rundfahrt einen ersten Einblick in das RadLust-Projekt verschaffen.

Klein freut sich über den geglückten und gut bewerteten Forschungsantrag. Es gäbe laut Klein nur wenige wissenschaftliche Erkenntnisse darüber, welchen Einfluss Fahrradprojekte auf die Alltagsnutzung des Fahrrads im ländlichen Raum haben, wie klimafreundlich solche Maßnahmen sind  und wie sie sich auf die Entwicklung von Tourismus auswirken. „Dafür aber jede Menge rein aus dem Bauchgefühl entwickelte Meinungen“.

Malhado befasst sich seit über 15 Jahren intensiv mit den Themen Mobilität, Nachhaltigkeit und Tourismus. „Das Thema Radförderung ist unserer Ansicht nach brandaktuell und mit dem frisch gestarteten RadLust-Projekt hat nun die Wissenschaft die Chance, fast von Beginn an bei einer Projektumsetzung dabei zu sein und die Entwicklungen analysieren zu können. Von den Ergebnissen profitieren dann beide Seiten“ erläuterte Malhado. An der htw fließen die Forschungsarbeiten direkt in die Lehrveranstaltungen ein und ermöglichen eine praxisnahe Ausrichtung des Studiums.

Auch Sandra Wenz begrüßt, dass der gemeinschaftlich mit der VG eingereichte Beitrag sich im Wettbewerb durchgesetzt hat: „Beim Wandern haben wir seit Jahren eine verlässliche Datengrundlage. Wir wissen inzwischen zum Beispiel recht genau, wie viel Wertschöpfung ein Wanderer für die Region bringt. Ich denke, wir können mit diesem Projekt dazu beitragen, dass wir auch beim Thema Radfahren vergleichbare Grundlagen für unsere weiteren Planungen bekommen.“