1. Bürger- und Expertenrunde der VG Birkenfeld zum Thema Radfahren

Welche Bedürfnisse haben die Radfahrerinnen und Radfahrer in der Region? Woran mangelt es, wo stecken ungeahnte Potenziale und vor allem wie kann die Situation verbessert werden? Unter anderem mit diesen Fragen beschäftigte sich die 1. Bürger- und Expertenrunde zum Thema Fahrradfahren am 12. März im Café Artechino in Birkenfeld, zu der die Verbandsgemeinde Birkenfeld Interessierte aus der gesamten Region eingeladen hatte.

Die Bürger- und Expertenrunde ist Teil des VG-Projekts „RadLust Birkenfeld“. Seit Dezember 2016 wird in der Verwaltung an der Entwicklung des Radverkehrs für touristische Zwecke und insbesondere die Alltagsnutzung gearbeitet. Zum Nationalparkfest am 19. Mai werden wesentliche Teile des Projekts, wie die HBR-Beschilderung, die Ausweisung von sogenannten RadLustschleifen sowie die Abstell- und Ladeinfrastruktur offiziell eingeweiht. Eine Mountainbikestrecke, die die bestehende Zauberwaldstrecke ergänzt, wird im Herbst dieses Jahres fertiggestellt.
Insgesamt folgten der Einladung 15 interessierte Radfahrer, die die Möglichkeit zum Informations- und Meinungsaustausch nutzten. Nach einer Vorstellungsrunde, bei der die Interessen der Teilnehmer abgefragt wurden, stellten René Maudet, Fabian Wink und Viktor Klein (Mitarbeiter der VG-Verwaltung) das RadLust-Projekt der Verbandsgemeinde vor.
Überwiegend wurde der Abend aber zur Diskussion genutzt. Als zentrale Themen wurden unter anderem die Verbesserung der Sicherheit für Radfahrer und des Radwegenetzes, die Stärkung des Themas Radfahren im Allgemeinen und die zu geringe Berücksichtigung der Belange von Fahrradfahrern in der Politik sowie das schlechte Angebot für Mountainbiker und deren geringe Akzeptanz angesprochen.
In der anschließenden Diskussion wurde klar, dass die von den Teilnehmern aufgeworfenen Probleme, die nicht bereits von dem Projekt adressiert wurden, größtenteils nur durch Unterstützung seitens der lokalen politischen Entscheider gelöst werden können. Diese scheinen jedoch die Bedürfnisse der Fahrradfahrer noch nicht ausreichend ernst zu nehmen, wie viele aus der Runde vorgebrachte Praxisbeispiele zeigten.
Ursache dafür könnte sein, dass Radfahrer und Radfahrerinnen bisher keine wahrnehmbare Gruppe sind. Wie man dies ändern könnte, soll das Thema der nächsten Bürger- und Expertenrunde werden, die am 7. Mai um 18:00 Uhr in der Gaststätte am Tierpark stattfinden wird und zu der die Verbandsgemeinde wieder alle am Radfahren interessierten Bürgerinnen und Bürger einlädt.